Filmemacher Riley Blakeway

Riley Blakewa ist jung, wild und voller Ideen. Blakeway hat seinen eigenen Kopf und seine eigenen Ideen. Er hat un unglaubliches Gespühr für Ästhetik und ungewöhnliche Lifestyle Kameraperspektiven.

Steckbrief
Name: Riley Blakeway
Wohnort: SYD, Australien
Alter: 20
Beruf: Filmemacher
Fortbewegung: Fixy
Sponsoren: Anon, Analog, Stab Mag

Dein Debutfilm SPECTRUM wurde zur Gänze von Dir selbst gefilmt, produziert und auch noch finanziert. Wie hast Du das gemacht?
Das war wirklich eine der schwierigsten Sachen, die ich jemals gemacht habe. Zeitlich passierte das alles während meines Erstsemester Designstudiums an der Universität. Ich habe Buchstäblich alle Hebel dafür in Bewegung gesetzt, sprich alle möglichen Jobs gleichzeitig gemacht und mir Geld geliehen. Nur um das Projekt zu verwirklichen. Das werde ich nie vergessen.

Außerdem hast Du sehr hart für die Little Weeds Competition gearbeitet. Hat sich der Aufwand gelohnt?
Absolut. Das war mit das Beste was mir bis jetzt passiert ist. Das hat mich an neue Grenzen gebracht und mich dorthin, wo ich heute als Filmemacher stehe. Allein der Gedanke den Wettbewerb nicht zu gewinnen hat mich fast wahnsinnig gemacht. Ich habe mir Tag und Nacht um die Ohren geschlagen, nur um neuen Techniken, Schnitte usw. auszuprobieren. Ich habe sogar selbst ein paar Dolly Tracks für meinen Film finanziert und gebaut. Little Weeds hat mir viele Türen geöffnet.

Film an sich ist ein mächtiges Tool um Leute im positiven Sinne für sich zu gewinnen. Denkst Du, man kann mit Film auch einen gewissen Hype kreiren?
Film ist in der Tat sehr mächtig. Ich denke, daß ist auch der Grund weshalb er eine so große Leidenschaft in meinem Leben einnimmt. Einen Hype damit zu schaffen kann gut sein, aber man muß vorsichtig sein, damit es nicht der falsch Hype ist. Die Gefahr besteht z.B. bei Actionfilm Trailern, die sind so schnell geschnitten und versuchen den Film schon teilweise zu »schmackhaft« zu machen. Geht man dann ins Kino, kann es teilweise sein, daß man extrem enttäuscht ist. Da der Trailer zu viele Erwartungen geweckt hat.

Für wen arbeitest Du huptsächlich, bzw. welche Kunden hast Du?
Ich habe schon so ziemlich für jede Marke gearbeitet.  Was mir so spontan einfällt sind: Anon, Analog, Billabong, Quiksilver, RVCA, Insight, VZ, Volcom, Arnette, Kustom, Ezekiel, Stab Magazine, Surfing World magazine …
Gerade habe ich auch begonnen Musikvideos zu machen. Ich habe mit Matt Van Schie (Van She) und Mickey Avalon begonnen zu arbeiten, nur um mal ein paar Big Names zu nennen.

Wurdest Du von anderen Filmemachern beeinflusst, bzw. wer inspiriert Dich am meisten?
Spike Jonze, Michelle Gondry, David Fincher, Quentin, Robert Rodriguez, Coen brothers … nur um ein paar zu nennen. Bei den Surf Filmern haben mich Kai Neville und Jo G inspiriert.

Glaubst Du, Du hattest in Deiner Kindheit schon ein gewisses Augenmerk auf bestimmte Situationen, die andere in Deinem Alter nicht hatten?
Ganz bestimmt, ich bin sehr individuell. Ansonsten würde das wahrscheinlich gar nicht funktionieren.

Welches ist der beste Surfspot in Australien zum filmen?

Das hängt ganz vom persönlichen Geschmack ab. Für mich hat der beste Spot nichts mit den größten Wellen zu tun, vielmehr mit der Atmosphäre. Wenn man natürlich beides bei einem Spot bekommt, dann bist Du der glückliche Gewinner.

Was glaubst Du macht Deiner Meinung nach im Filmbusiness den Hauptgrund für Erfolg aus, das Naturtalent oder die harte Arbeit?
Gute Frage. Das habe ich mich auch schon oft selbst gefragt. Ich selbst war mein ganzes Leben hinter der Kamera. Ich habe auch schon als Kind Kreativ gearbeitet. Einige Dinge kann man sicherlich durch harte Arbeit gut machen, doch das gewisse Etwas ist mit Sicherheit durch Talent gegeben. Das Wichtigste an der ganzen Sache ist aber immer die Motivation. Mit SIcherheit gibt es eine Menge unentdeckter Talente da draußen.

Welche Ausrüstung benutzt Du beim filmen?
Das hängt ganz vom Job ab. Ich reise mit einer Sony PMW-EX1 und einer Sony HDR-FX7 und manchmal mit einer 7D. Für Jobs am »Set« miete ich mir dann das entsprechende Equipment dazu.

Welche Ziele hast Du noch neben dem Filmen?
Eine ziemlich lange Liste. Dieses Jahr arbeite ich an einem internationeln Surffilm, an einigen Musikvideos, ein paar Fashion Shoots und ein diversen anderen Jobs. Ich habe gerade eine Teilzeitstelle zum Unterrichten an der NY Film Akademie erhalten. Ich versuche mir das Geld davon zu sparen …

Weitere Infos
www.rileyblakeway.com